Mit der Eröffnung und vor allem der neuen Erweiterung des Walvisbay Port ist Namibia der Vision eines Gateway für den SADC Raum zu sein ein großes Stück näher gerückt. Die SADC ist ein Staatenbündnis mit zurzeit 16 Mitgliedsstaaten, die sich vornehmlich in Ost-Afrika und in Süd-Afrika befinden. Alle Mitgliedsstaaten zusammen umfassen ein Gebiet von 10,24 Millionen km² und rund 360 Millionen  Menschen. Dies sind 6,8 Prozent der weltweit bewohnbaren Fläche und 4,8 Prozent der Weltbevölkerung. 

Die Walvis Bay Corridor Group (WBCG) ist eine im Jahr 2000 gegründete Private-Public-Partnership (PPP), und nun ihrem Ziel, Namibia zum neuen Tor in die SADC-Region zu machen. ,Walfisbay bietet mit seiner modernen Infrastruktur eine gute Alternative zu den Häfen auf der Ostseite des afrikanischen Kontinentes.

Vor einigen Jahren hat Namport den Hafen auf 12,8 Meter vertieft, damit war der Grundstein für Aufschwung gelegt. Schiffe mit größerer Frachtkapazität, die bis dato Häfen in der Republik Südafrika anlaufen mussten, konnten  nun in Walvis Bay festmachen. Der Weg zu den attraktiven Märkten der SADC-Region verkürzt sich dadurch deutlich. Containerschiffe benötigen beispielsweise von Antwerpen nach Walvis Bay nur noch 16 Tage. Ihre Ladung kann durch gute Hinterlandanbindungen schon 48 Stunden später in der südafrikanischen Industrieregion Gauteng oder in Gaborone (Botswana) sein. 

Die WBCG-Gruppe besteht aus der Namibian Transport Association, Air Namibia, den Ministerien für Finanzen, Inneres, Handel und Industrie sowie Bau und Verkehr, der Straßenbehörde, dem Container Liner Operators Forum, der Namibian Logistics Association, der Handelskammer, der Port Users Association und  Namport, der den Hafen von Walvis Bay betreibt.

Das was man in Walvis Bay startete, war komplett neu, die Schaffung eines PPP war eine Herausforderung für die WBCG.  Die Planungen und Bauzeiten dauerten lange, bis alle Partner eingebunden werden konnte, und es dauerte 19 Jahre bis mit dem neuen Hafen nun das Eingangstor zu den SADC in Betrieb genommen werden kann.  

Über den Hafen und seine Korridore werden Verbindungen mit mit Angola, der Demokratischen Republik Kongo, Sambia, Simbabwe, Botswana, Malawi und Südafrika geschaffen. 

Hinterlandanbindungen:

Die Walvis Bay Korridore sind ein integriertes System gut unterhaltener geteerter Straßen- und Schienennetze – die alle Verkehrsträger aufnehmen – vom Hafen von Walvis Bay über den Trans Kalahari, Walvis Bay-Ndola-Lubumbashi Development Corridor (früher bekannt als Trans-Caprivi), den Trans-Cunene und den Trans-Oranje Korridor, der den Binnenstaaten der SADC den Zugang zu den transatlantischen Märkten ermöglicht.

Der Trans Kalahari Korridor verbindet den Hafen von Walvis Bay mit Gaborone und Gauteng in Südafrika. Von dort aus verbindet sich dieser Korridor mit dem Maputo-Korridor an der Ostküste des südlichen Afrika. Der Walvis Bay-Ndola-Lubumbashi Development Corridor erschließt die Binnenländer Demokratische Republik Kongo, Sambia und Simbabwe. Der Trans-Oranje-Korridor verbindet den Hafen Lüderitz mit der Nordkap-Provinz Südafrika.

Die Hinterlandanbindungen erreichen Märkte mit mehr als 350 Millionen Menschen in der SADC Region.
The hinterland connections reach markets with more than 350 million people in the SADC region. (Photo; Namport)

Die wichtigste organisatorische Stärke der Walvis Bay Corridor Group ist ihre einzigartige Public-Private-Partnership (PPP)-Institution von Verkehrs- und Logistikakteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Die Partnerschaft ermöglicht die Bündelung von Ressourcen, Fachwissen und Behörden sowohl der Regulierungsbehörden als auch der Betreiber, die zusammen einen integrierten Transport- und Logistikdienst für potenzielle Kunden bilden.

Aufgrund der Organisationsstrukturen der Gruppe als PPP kann sie sich bei Fragen wie Zoll, Verkehrsregulierung und Infrastrukturentwicklung auf den öffentlichen Sektor verlassen, während sich der Privatsektor auf die Geschäftsentwicklung wie Marketing konzentrieren und praktische Betriebsvorschläge und Logistiklösungen unterbreiten kann. Beide Arme leisten einen Beitrag Arbeitsplatzschaffung, der Institutionen selbst und der damit verbundenen Infrastruktur.

Die Walvis Bay Corridor Group verfügt über Niederlassungen in Lusaka Sambia, Johannesburg Südafrika, Lubumbashi DRC und Sao Paulo Brasilien.

Mehr Informationen: Namport

Walvis Bay Corridor Group